Willkommen in Berlin
Es gibt wenig, was den Kopf freier macht, als nachts mit lauter Musik die Autobahn entlang zu rasen. Im Blickfeld nur vereinzelte Rücklichter, die Leitplanke und die Silhouette des angrenzenden Waldes. Unerreichbar für die Aussenwelt, wortlos, nur auf die Lichtpunkte in der Ferne schauend geniesse ich das Gefühl, dass sich mein Kopf leert, dass meine Gedanken mit dem Fahrtwind davonjagen. Warum sucht man sich nicht regelmässig Auszeiten, um zur Ruhe zu kommen? Wie ironisch, dass ich Ruhe erst mit hoher Geschwindigkeit finde. Ortseingang Berlin. Willkommen in der Hauptstadt. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten irritiert es mich nicht, zurück zu sein. Die Entspannung ist noch da. Autobahnabfahrt. Und wieder stürmen sie auf einen ein: der Stress, die Agressionen. Technomucke, lautes Hupen, drängelnde Taxifahrer, Blaulicht, nervende SDLer, verkrampfte Rentner, Kampf um den letzten Parkplatz, unschöne Gedanken verschickt an den Fahrer des Autos vor mir: Willkommen in Berlin! Ich will weg!
Dazu muss man kurz einwerfen, dass sich folgende Seiten auch mit dem Thema auseinander setzen. Die sind einen Besuch wert:
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